Mit ziemlicher Sicherheit ist anzunehmen, dass die Külling's von den Alemannen stammen. Der Familienname Külling lässt sich von dem mittelhochdeutschen Wort „Künnelinc" ableiten, was in etwa „Verwandte" bedeutet. Aus diesem Wort wurde später in abgekürzter Form „Küllinc" gesprochen und man meinte damit einen „Vetter" oder eine „Base". Man spricht hier also von einer Verwandtschaftsbezeichnung, wie sie in früheren Jahren oft gebraucht wurde. Den genauen Zeitpunkt festzustellen, wo man dieses Wort auch als Familiennamen einsetzte ist nicht feststellbar. Es kann aber angenommen werden, dass dies nach dem 12. Jahrhundert geschehen sein muss, als sich Familiennamen allgemein einbürgerten. Irgendwie blieb der „Verwandte" einem Träger haften, welcher so zu seinem Familiennamen kam. Wie lange aber unsere Familie Külling schon im Dorfe Wilchingen ansässig sind, entzieht sich unserer Kenntnis.
Im Jahre 1299 ist der Familienname erstmals urkundlich erwähnt und zwar in einem Rats- oder Gerichtsprotokoll in Schaffhausen. Der Name Külling, wurde 1508 in Wilchingen erstmals erwähnt, sie waren vermutlich aber schon vor dieser Zeit in Wilchingen sesshaft. Eigenartig ist, dass der Name Külling nirgends sonst zu finden ist als in Wilchingen. Wenn Träger mit diesem Namen auftauchen, so stammen sie mit Sicherheit von Wilchingen.
Die Familie findet mit Henni Külling 1508 seinen ältesten nachweisbaren Vertreter, doch dürfen um das Jahr 1505 nicht mehr als 2 bis 4 Familien mit diesem Namen existiert haben. Aus der "Geschichte von Wilchingen" von Kurt Bächtold geht hervor, dass dieser Henni Külling zu den fünf reichsten Bauern im Dorf gehörte, dessen Viehbestand so gross war, dass die anderen Bürger wegen Übernutzung des gemeinsamen Weidelandes Klage einreichten. Eigenartiger Weise nannte sich eine Külling-Linie „Schuler", wohl ableitend von der Tätigkeit eines Schulmeisters. Um 1580 wird im ältesten Kirchenbuch ein „Frantz Schuler, genannt Külling" erwähnt. Ist dies vielleicht eine Andeutung darauf, dass es sich um „den Schuler, den Verwandten" handeln könnte? Dieser genannte Frantz Schuler, ebenso sein Vater Vogt Hans Külling und einige seiner Geschwister wurden in den Taufregistern meist auch nur mit „Schuler" erwähnt. Doch als eigentliches Wilchinger Geschlecht ist uns Schuler nicht bekannt. Um 1600 wird der gleiche Frantz dann aber plötzlich als „Külling, genannt Schuler" erwähnt und ab 1626 verliert sich dieser Zusatz Schuler gänzlich aus dem Familienbild der Külling. Die meisten Nachkommen der Külling von Wilchingen stammen von diesem bereits erwähnten Vogt Hans Külling 1555 ab. Von diesem Stamm erwuchs 1790 auch der so genannte „Gräsli"-Stamm, dessen Nachkommen heute mehrheitlich in Amerika zu suchen sind. Suchen in diesem Sinne, weil viele dieser Külling-Familien laut Urteilsschreiben des Obergerichtes Schaffhausen vom 30 November 1928 als verschollen erklärt wurden. Diese Familien werden im speziellen „Register der Verschollenen" namentlich erwähnt.
Älteste Stammeltern: - Clewy Külling (* um 1520) - Melchior Külling (* um 1525) - Adrian Külling (*um 1527) - Jerg Külling (* um 1535) - Jerg Külling, am Zinggen (* um 1545) - Cunratt Külling (* um 1540) - Marty Külling (* um 1545) - Frantz Külling, genannt Schuler (* 1530) .
Geschichtlich ist bis heute über den Namen Külling nichts bekannt. Im Bundesarchiv in Bern befindet sich jedoch eine Urkunde, nach denen auch einige Külling's und auch andere Schaffhauser Bürger an den Burgunderkriegen teilgenommen haben.
Im 16. - 19. Jahrhundert erfolgten mehrere Auswanderungen aus dem Kanton Schaffhausen, jedoch ohne Namen und Herkunft. Vermutlich war das Reiseziel der Familien - die in dieser Zeit meist aus religiösen Motiven zur Auswanderung getrieben wurden - Deutschland oder Amerika. Wie zum Beispiel um 1670 - Anna Külling, Tochter des Michael Külling und der Notburga Mettler, verheiratet mit Georg Schienegger (Schönegger), Schneider, wandert nach Eichstetten (D) aus. 1748 - Jerg (Georg)Külling wandert in diesem Jahr mit Weib und Kindern nach Pennsylvanien aus.
Geschrieben wurde der Familienname seit jeher so wie er uns heute bekannt ist. Selten wurde Küling geschrieben. Erst mit der Auswanderung der verschiedenen Familien haben sich dem jeweiligen Lande angepasste Namen gebildet. In Amerika sind dies unter anderen die Varianten Kelling, Kuelling, Kulling und Killing. Weitere Varianten sind, Kuling, Küling, Kühling und Kuhling.
Es gibt ca. 235 Familien/Adressen mit dem Namen Külling in der Schweiz. In Deutschland 3 und in Österreich 25. In Amerika und Canada gibt es keine Külling's. Gemäss Auskunft sind in Amerika 77, in Canada 5 und in Deutschland 200 Adressen mit dem Namen Kuelling registriert. Mit dem Namen Killing gibt es in Amerika 86, in Canada 14 und in Deutschland 144 Adressen, mit dem Namen Kelling ca. 200 in Amerika, 5 in Canada, Deutschland 333 und mit dem Namen Kulling gibt es in der Schweiz 15, in Amerika 140, in Canada 5, in Schweden 41 und in Deutschland 152 Adressen.
Weitere Varianten sind Küling und Kuling. Küling mit 754 in Deutschland und 49 Kuling in Holland.
Unser Heimatort Wilchingen liegt im Kanton Schaffhausen im Unterklettgau, am Fuss von drei Ausläufern des Südrandes, überragt von der 1676 erstellten Kirche St. Otmar. Auf dominanter Höhe, weithin sichtbar, kann sie als eigentliches Wahrzeichen des Unterklettgaus bezeichnet werden. Ihr Standort ermöglicht eine weite Rundsicht über die fruchtbare Ebene des Tales, auf die an der Nordseite angrenzenden Rebberge von Erzingen, Trasadingen, Wilchingen und Hallau, in den nahen Schwarzwald und nach Westen bis hinunter zur Küssaburg. Von hier, mit einem Blick überschaubar, das ganze Dorf, wobei die wunderschöne, bis heute noch intakt gebliebene, geschlossene Dachlandschaft der Dorfkernzone besonders positiv auffällt.
Die Einwohnerzahl beträgt rund 1300, und etwa die gleiche Zahl wie Mitte des vorigen Jahrhunderts. Die Neubaugebiete rund um den Dorfkern sind in den letzten 30 Jahren entstanden. Der Gemeindebann beinhaltet eine Fläche von 1576 ha. Davon eine Rebfläche von 62 ha, welche von 85 Bewirtschaftern gehegt und gepflegt wird.
War Wilchingen bis vor 50 Jahren noch ein eigentliches Bauerndorf, so kann es heute als ein Dorf mit ein vielseitigen Bevölkerungsstruktur bezeichnet werden, mit einer ausgewogenen Mischung von Einheimischen und Zugezogenen, Arbeitnehmern und Selbständig erwerbenden. Rund 40 Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe bieten gegen 200 Arbeitsplätze an. (Auszug aus der Homepage von Wilchingen)
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Foto www.wilchingen.ch |
23.11.2011 - Stammbaum Külling wurde aktuallisiert........
18.102.2011 - Diverse Site wurden aktuallisiert.....
24.02.2011 - Grusskarten wurde mit neuen Bildern ergänzt........
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